OAT am 02.08.

Liebe AntifaschistInnen,

am Donnerstag, den 02. August findet das nächste Offene Antifaschistische Treffen (OAT) im Stadtteilladen Barrio137 statt.

Auf der Tagesordnung steht bisher:
- Berichte
- IB
- Repression
- Kandel
- Antifa-Abend am 18.08. & 15.09.
- Sonstiges
- Termine

Gerne könnt ihr noch weitere Themen und Ideen, vor allem für den Antifa-Abend, einbringen.

Ort: Luisenstraße 31, 76137 Karlsruhe
Datum: 02.08.18 (immer am 1. Donnerstag im Monat)
Zeit: 19:30 Uhr

„Kein Schlussstrich im NSU Prozess“ Demonstration in Karlsruhe am 11.07.

Hier der Aufruf von Karlsruhe gegen rechts zur Demonstration in Karlsruhe anlässlich des 1. Tages der Urteilsverkündung im NSU Prozess.

Uhrzeit und Ort: Mittwoch, 11. Juli, 18 Uhr, Kirchplatz St. Stephan, Karlsruhe.

„Der 11. Juli ist der 1. Tag der Urteilsverkündung im NSU Prozess. Da eine Vielzahl von Fragen nach wie vor nicht geklärt sind, u.a. wer alles im Umfeld oder im NSU außer den Angeklagten noch tätig war und inwieweit die Geheimdienste und Staatsschutzabteilungen beteiligt waren, bzw was sie gewußt haben, hat sich eine bundesweite Kampagne „Kein Schlussstrich“ gebildet, die am ersten Tag der Urteilsverkündung in München und an vielen anderen Orten in Deutschland Kundgebungen, Aktionen und Demonstrationen durchführen wird. Auch in Karlsruhe wollen wir am Tag X der Urteilsverkündung mit möglichst vielen Menschen auf die Strasse gehen.

Erstunterzeichner_innen: Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe,Aktionskreis Internationalismus (AKI), Interventionistische Linke Karlsruhe (IL), ATTAC-Regionalgruppe Baden-Baden, Büro Michel Brandt (DIE LINKE), DKP Karlsruhe, Ettlinger Bündnis gegen rechts, Frauenbündnis 8. März¸ Gruppe Esskalation, Laut-lila-links, Antifaschistische Jugend 76, Ulrike Hintsches, (Mitglied Naturfreunde Durlach), Antifaschistische Aktion Karlsruhe, OTKM Karlsruhe“

Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/958220574357032

Aufruf zu den Gegenprotesten in Kandel am 7. Juli

Anreise: Wir treffen uns am Samstag um 11:45 Uhr am Südeingang vom Karlsruher Hauptbahnhof. Der Zug fährt dann um 12:06 Uhr auf Gleis 102 ab.

Am 07. Juli auf nach Kandel!

Seit Anfang des Jahres ist dies nun die neunte, rechte Demo die Kandel erlebt. Seinen Anfang nahm das Spektakel als, kurz nach dem Mord an einer 15-jährigen durch ihren Ex-Freund, der Initiator von „Der Marsch 2017“, Marco Kurz einen „Trauermarsch“ anmeldete. Wie schnell klar wurde ging es aber nie wirklich um Gewalt gegen Frauen, sondern lediglich um die Herkunft des Täters. Dieser war nämlich ein Geflüchteter aus Afghanistan.

Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass vornehmlich gegen Ausländer gehetzt und der Mord an dem 15-jährigen Mädchen lediglich instrumentalisiert würde, agierte Marco Kurz schon kurz darauf unter dem Label „Frauenbündnis Kandel“. So glaubte er seine Demonstrationen weiterhin legitimieren zu können denn in diesem Bündnis engagierten sich Frauen für den Schutz von (deutschen) Frauen. So konnte auch jede Kritik an diesem, vornehmlich aus Männern bestehenden Bündnis, als antifeministisch und frauenfeindlich, abgetan werden. Dass die meisten DemobesucherInnen und OrganisatorInnen des Frauenbündnisses selbst ein Frauenbild vertreten in dem Frauen nur der Reproduktion und der Befriedigung männlicher Bedürfnisse dienen, scheint dabei nicht zu stören.

Mittlerweile spielen der Schutz der deutschen Frauen nur eine untergeordnete Rolle. Es wird, ganz klassisch, gegen Geflüchtete und MigrantInnen, „Systemparteien“ und die „Lügenpresse“, gehetzt. Die Themenfelder sind inzwischen die selben wie auf anderen rechten Demonstrationen, besonders aus dem Pegida-Spektrum. Das wird auch deutlich wenn man sich die Gastredner anschaut, dieses Mal unter anderem Ignaz Bearth, Kopf von „Pegida Schweiz“ und Madelein Feige, AfD-Mitglied mit guten Verbindungen in die sächsische, extrem rechte Szene. Doch obwohl Kurz´ Demonstrationen auf den ersten Blick eher wie eine Pegida-Demo wirken, so lohnt es sich die Teilnehmenden etwas genauer zu betrachten. Auch wenn ihre Zahl kontinuierlich sinkt, zuletzt waren es nur noch ca. 100 TeilnehmerInnen, so findet man doch sehr viele, auch bekannte Gesichter aus dem extrem rechten Spektrum auf den Demos. Zum Beispiel, Jan Jaeschke, Vorsitzender der NPD Rhein-Neckar, oder Sascha Palosy und „seine“ Berserker Pforzheim. Dies sind allerdings nur zwei Beispiele von vielen. Regelmäßig waren und sind immer noch die Identitäre Bewegung, Die Rechte, Der III. Weg und Nazihooligans aus dem Umfeld des 1. FC Kaiserslautern anwesend.

Die Tatsache, dass Kandel regelmäßig zum Aufmarschort für die extreme Rechte der Region, aber auch darüber hinaus, wird, sollte in der Kandeler Zivilgesellschaft Widerstand hervorrufen. Doch statt sich Strategien zu überlegen, wie man dieses Problem konsequent angeht, stechen sich einzelne Akteure im örtlichen Bündnis „Wir sind Kandel“ gegenseitig aus und streiten mit anderen Organisationen darüber wer die „besseren“ AntifaschistInnen seien. Diese Streits nützen jedoch nur den FaschistInnen die in Kandel marschieren und sind mit ein Grund dafür, dass Kandel zu einer Wohlfühlzone für Nazis geworden ist. Mit einem Grillfest im Wald und Pappfiguren in der Stadt stoppt man keine FaschistInnen. Doch dies ist der Weg den „Wir sind Kandel“ zu gehen versucht. Andere Formen des Protest werden von dem Bündnis jedoch nicht akzeptiert und konsequent verurteilt. So verwundert es auch nicht, dass denen die sich konsequent gegen Nazis stellen, die Schuld daran gegeben wird, dass Marco Kurz und Konsorten nach wie vor durch Kandel laufen. Ihre Logik hinter dem ganzen ist, hört „die Antifa“ auf zu demonstrieren, geht auch das Naziproblem irgendwann weg. Doch nicht wir sind das Problem sondern die Nazis und ein Bündnis, welches versucht das Naziproblem einfach „wegzuignorieren“.

Die wenigen AntifaschistInnen in Kandel können nicht alleine damit fertig werden. Sie brauchen Unterstützung von außerhalb. Deshalb lasst uns zusammen am 07. Juli nach Kandel fahren um den rechten Spuk dort zu beenden. Lassen wir die GenossInnen in Kandel nicht im Stich denn wir stehen solidarisch zueinander! Nach wie vor ist es wichtig einzugreifen, egal ob in Kandel oder anderswo!

OAT am 05.07.

Liebe AntifaschistInnen,

am Donnerstag, den 05. Juli findet das nächste Offene Antifaschistische Treffen (OAT) im Stadtteilladen Barrio137 statt.

Auf der Tagesordnung steht bisher:

- Berichte
- AK Gegenöffentlichkeit/Repression
- AK Identitäre Bewegung
- AK Kandel
- Nachbesprechung Augsburg
- Kein Schlussstrich
- Antifa-Abend am 21.07. und am 18.08.
- Sonstiges

Gerne könnt ihr noch weitere Themen einbringen.

Ort: Luisenstraße 31, 76137 Karlsruhe
Datum: 05.07.18 (immer am 1. Donnerstag im Monat)
Zeit: 19:30 Uhr

Bustickets für Augsburg

Bustickets für die Fahrt zu den Gegenprotesten zum AfD-Bundesparteitag in Augsburg am 30.06. sind ab sofort im Stadtteilladen Barrio137 (Luisenstr. 31, 76137 KA) erhältlich.